Bücher sind meine Freunde, seitdem ich lesen kann. So gibt es so manches Buch, das mir ganz neue Welten eröffnet hat, das mir die Augen geöffnet hat, bei dem ich wie durch einen Gongschlag aufgewacht bin.
Eines dieser Bücher ist “Das geheime Leben der Bäume” von Peter Wohlleben gewesen. Darin beschreibt er, wie die schwächeren Bäume oder die, die beispielsweise am Rand des Waldes stehen und damit stärkeren, äußeren Gefahren ausgesetzt sind, von den starken und gesunden Bäumen mit ernährt werden. Es ist ganz logisch: Je schwächer die äußeren Bäume sind, desto gefährdeter sind auch die Bäume im Inneren eines Waldes durch Schädlinge, das Wetter etc. Also tut ein Baum, was getan werden muss: Er unterstützt und nährt die Bäume, die andere Aufgaben im Waldgefüge haben. So erhält sich der Wald selbst, denn er ist jeder einzelne Baum.
Eine Gemeinschaft ist somit jeder einzelne Mensch. Je mehr Menschen es in einer Gemeinschaft gut geht, desto besser geht es der Gemeinschaft, also jedem einzelnen Menschen. Es beinhaltet eine Symbiose.
Ich kenne Teams, bei denen es egal ist, wie es jedem Einzelnen geht. Es ist nur wesentlich, dass alle das tun, was ihnen aufgetragen wurde oder wofür sie eingestellt wurden, aber mir welchem Gefühl sie da sind und mit welchem Gefühl sie das tun, was sie tun, hat keine Relevanz. Jeder ist im Grunde dazu angehalten, sich selbst zu nähren und mit dem kleinsten Anspruch an ein Da- Sein zurechtzukommen, sonst droht der Ausschluss.
Meine ganz persönliche Erfahrung und die Beobachtung der Menschen in solchen Teams zeigt mir, dass dies sehr großen Frust bis hin zu Schwermut verursacht, damit die Produktivität und die Kreativität stark hemmt und schlussendlich zu Heimlichkeiten, Krankheiten, fehlender Loyalität und ausbleibendem Erfolg führt.
In einem Team, das die individuellen Bedürfnisse, Begabungen und Aufgaben jedes Einzelnen in den Mittelpunkt stellt und berücksichtigt, ist jeder gleich wichtig, denn jeder Einzelne sorgt im besten Fall für eine stabiles, freudvolles und erfolgreiches Gesamtgefüge.
Wie soll das gehen, fragst du dich? Ich sage dir, es ist ein Weg. Wir müssen neu denken wollen, neue Maßstäbe setzen wollen, neue Ziele stecken wollen, fühlen wollen und unsere Ausrichtung im Leben neu definieren wollen. Aber ich sage dir auch: Es wird sich lohnen.
Wie sagt man so schön: Wer immer wieder das Gleiche tut, braucht nicht erwarten, dass am Ende etwas Anderes herauskommt.
Wir wollen mehr Freude im Alltag, bei der Arbeit, im Leben generell? Dann lasst uns anfangen. Die Natur gibt uns vor, wie es geht.